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Freitag, 23. Juli 2010 |
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Mit dem Theaterstück „Méli-Mélo“ beim Festabend zur 650-Jahr-Feier von Immenstadt begann das Stadtjubiläum fulminant. Francoise Gribonval von Robakowski, Verfasserin des dreisprachigen Stückes und Motor der Produktion, an der 140 Schülerinnen und Schüler beteiligt waren - hat gewollt oder ungewollt – eine weitere interessante Facette in die Immenstädter Kulturarbeit eingebracht. Dieses „Mitmach-Theater“ hat die Zuschauer ins Geschehen einbezogen. Es hat Jung und Alt zusammengebracht. Es hat die Distanz zwischen Akteuren und Publikum völlig aufgehoben. Und es hat den Kindern und Jugendlichen aus allen Immenstädter Schulen sichtlich Spaß gemacht.
Dieses Projekt darf nicht mit der Aufführung zum Stadtjubiläum enden. Es ist ein faszinierender Ansatz, schulübergreifend Kulturarbeit in die Herzen der jungen Menschen zu verankern. Der Kraftakt, ein solches Stück über alle Stolpersteine hinweg zum Erfolg zu führen, ist eindrucksvoll gelungen. Jetzt sollten die dicksten Brocken aus dem Weg geräumt sein und an finanziellen Notwendigkeiten sollte das Projekt nicht scheitern dürfen. Die Kulturarbeit mit 140 Kindern und Jugendlichen ist allemal wichtiger, erfolgreicher und sinnvoller als das klassische Zuschau-Theater, das derzeit die kommunalen Zuschuss-Töpfe abräumt.
Das Projekt von Francoise Gribonval von Robakowski führt junge Menschen durch eigene Aktion in die Kulturszene ein – und weckt so vielleicht das Interesse dieser Schülerinnen und Schüler auf Dauer. Auch an anderen schönen Künsten...
Peter Elgaß
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