| Heimatzeitung entdeckt Risse im Hofgarten |
| Dienstag, 29. Januar 2013 | |
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Bisher diskutierten die Fachleute, die betroffenen Mitarbeiter in der Verwaltung und der Stadtrat nur über kritische Spannstähle in den Hauptträgern der Hofgarten-Stadthalle. Heute berichtet das Allgäuer Anzeigeblatt über Risse im Gebäude. Diese Risse dürften nun das tatsächliche Ende des Hofgartens darstellen - soweit sie von der Heimatzeitung auch dokumentiert werden können. Denn bisher war von Rissen im Gebäude nie die Rede. Was bisher geschah: In den Betonträgern, die das Gebäude stützen sind jeweils 49 vorgespannte Neptun-Stahlstränge vergossen. Nach den Erkenntnissen der Fachprüfer neigen diese Stähle zum "plötzlichen Versagen". Bürgermeister Armin Schaupp hat bei der Regierung von Schwaben erfahren, dass einige Brücken schon abgerissen werden mussten, in denen ebenfalls Neptun-Stähle verbaut waren. Die Stränge in den Hofgarten-Trägern müssen nun einem Monitoring unterworfen werden. Es wird über einige Jahre per Sichtprüfung und Magnetmessung beobachtet, ob Veränderungen in den Trägern entstehen. Deshalb kann keine abgehängte Decke mehr eingezogen werden - sie würde die Träger unzugänglich machen. Neue Erkenntnisse im Bericht des Allgäuer Anzeigeblattes: Im heutigen Zeitungsbericht wird auch von Experten berichtet, die den Hofgarten für 1,6 Millionen Euro wieder fit machen könnten. Erstaunlich neue Erkenntnisse, die unsere Heimatzeitung schnellstmöglich den Verantwortlichen der Stadt übermitteln sollten. Denn bisher gibt es am "billigen Ende" der Hofgartensanierung nur ein Angebot eines Immenstädter Architekten, der den Hofgarten für zwei Millionen Euro teilsanieren wollte. Diese Angebot erwies sich aber bei genauer Prüfung nicht als tragfähig. Sollte sich jetzt beim Allgäuer Anzeigeblatt ein neuer Sanierer gemeldet haben, der das verworfene Angebot von zwei Millionen Euro noch um 400.000 Euro unterbietet? Bürgermeister Armin Schaupp sollte sich schnellstmöglich die Unterlagen von Anzeigeblatt übergeben lassen. Er sollte sich sowohl die Unterlagen über die Risse geben lassen, die das Ende des Hofgartens bedeuten, als auch die Unterlagen, wie der Hofgarten für nur 1,6 Millionen saniert werden kann.
Beide Gruppen im Stadtrat (Hofgarten-Schließer wie auch Hofgarten-offen-Halter) harren gespannt auf Aufklärung durch die Heimatzeitung. Die CSU+ wird sicher einem Hofgarten-Abriss zustimmen, wenn die behaupteten Risse im Gebäude nachgewiesen werden. Die Aktiven, Grünen und die SPD werden mit fliegenden Fahnen einer Hofgartensanierung zustimmen, wenn die Zeitung beweist, dass man den Hofgarten für 1,6 Millionen wieder fit machen kann. Eine Glosse von Peter Elgaß |