| Dr. Paul Wengert: Die Energiewende ist unumkehrbar |
| Sonntag, 1. Juli 2012 | |
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Dr. Paul Wengert ist Mitglied des Bayerischen Landtages für die SPD und Betreuungsabgeordneter für das Oberallgäu. Er hat als ehemaliger Bürgermeister von Füssen und Oberbürgermeister in Augsburg jede Menge Erfahrung mit Energiekonzepten und der lokal/regionalen Energieversorgung. Darüber hinaus ist er im Umgang mit den Stromkonzernen geschult. Er berichtet in einem Rundbrief:
Am 12. Juni fand in Marktoberdorf das ver.di Energieforum 2012 statt, bei dem sich alles um die Umsetzbarkeit der Energiewende vor Ort drehte. Mein Referat zum Thema „Eine sichere regenerative Energieversorgung – ein Standortvorteil für Industrie und Touristik?“ beleuchtete die Möglichkeiten, wie die Energiewende in unserem Alltag und regional stattfinden kann. Dazu sind aber auch bundesweite Rahmenbedingungen notwendig:
Die SPD fordert: ie Netze für Strom aus erneuerbaren Energien müssen schnell geplant und zügig ausgebaut werden. Dies kann am besten mit Hilfe einer Bundes-Netz AG geschehen, an der der Bund – neben den derzeitigen Netzbetreibern, Stadtwerken und anderen Unternehmen – mindestens ein Viertel der Anteile besitzt. Darüber hinaus brauchen wir geeignete „Energiespeicher“ und bei Bedarf neue hocheffiziente konventionelle Kraftwerke, um – zumindest für die Übergangszeit – die Energiewende abzusichern. Die Förderung der erneuerbaren Energien muss verlässlich gestaltet werden. Die Mittel für Energieeinsparung – zum Beispiel durch KfW-Kredite bei der Gebäudesanierung – müssen erhalten und ausgebaut werden. Die Energiewende ist ein Gemeinschaftswerk von Bund, Ländern, Kommunen, Wirtschaft, Verbraucherinnen und Verbrauchern. Sie kann am besten durch ein Bundesenergieministerium umgesetzt werden, in dem alle Kompetenzen gebündelt werden. |

