| SPD Immenstadt ehrt verdienstvolle und langjährige Mitglieder |
| Donnerstag, 21. Januar 2010 | |
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Erika Blöcker hält der SPD 60 Jahre die Treue. Hansjoachim Hüttenrauch und Helga Matz werden für 50jährige Zugehörigkeit in der SPD geehrt. Peter Hausmann bringt es auf 25 Jahre. Vorsitzender Siegfried Lüer ehrt die Jubilare bei der Hauptversammlung. ![]()
Auf der Jahres Hauptversammlung, die traditionell Anfang des Jahres durchgeführt wird sagte Jörg Hilbert, der neugewählte Kreisvorsitzende der SPD, dass er sich zum als Ziel gemacht habe, die Vernetzung der Ortsvereine im Oberallgäu neu zu gestalten. Die Erfahrung aus Sonthofen, Fischen und Oberstdorf zeigt, dass die Präsenz der SPD und ihrer Veranstaltungen, insbesondere das Oberallgäuer Forum, ein breiteres Interesse findet. In seinem Rechenschaftsbericht ging der Vorsitzende des SPD-Ortsverein Immenstadt, Siegfried Lüer nur kurz auf das Wahldesaster der Bundes- und Landes-SPD ein. Es sei auch keine Genugtuung so Lüer, das die CSU auch ihren Teil abbekommen hat und weit von dem geplanten Ziel 50 plus X entfernt ist. In der SPD fand und findet ein Generationswechsel statt, so wurde der Bundesvorstand mit Sigmar Gabriel und Andrea Nahles neuaufgestellt. Auf Landesebene, Kreisebene bis in den Unterbezirk hat die SPD einen Generationswechsel vorgenommen, so der Vorsitzende. Lüer informierte die Genossinnen und Genossen über die Aktivitäten des SPD- Ortsvereins, anlässlich des 650jährigen Stadtjubiläums. Ein weiterer Höhepunkt wird die 100 Jahrfeier des SPD-Ortsvereins Immenstadt sein, die im Oktober 2010 stattfindet. Er informierte, dass er mit dem SPD-Bundesvorstand und mit dem Vorstand der Bayerischen SPD im Gespräch ist, um prominente Genossen nach Immenstdt einzuladen. Details, insbesondere einen Termin konnte Siegfried Lüer noch nicht mitteile. Durch den Wechsel an der Parteispitze erfolgt erst einmal ist eine geplanten Veranstaltungen. So ist, wie schon zum 75 jährigen Bestehen des SPD- Ortsvereines, als Lüer ebenfalls Vorsitzender war, eine Festschrift vorgesehen, die die Geschichte des Ortsvereins bis in die Gegenwart darstellt. Neben einem musikalischen Beiträgen, soll ein prominenter Politiker, aus einem Buch von Wilhelm Hoegner, dem ersten bayrischen Ministerpräsidenten der SPD vorlesen. Ein großer Tagesordnungspunkt stellte die Ehrungen verdienter und langjähriger Genossinnen und Genossen dar. Mit 60 Jahren ist Erika Blöcker nicht nur die Genossin, die am längsten im Ortsverein ist, sondern sie ist auch die an Lebensjahren älteste Genossin im Ortsverein Immenstadt. „Was man ihr aber nicht anmerkt“ fügte Lüer hinzu. Er erinnerte weiter, dass es vor 60 Jahre mutig war, insbesondere als Frau, sich politisch sich zu betätigen und bedankte sich für die Courage, die die Genossin gezeigt hat. Erika Blöcker, kam von Hamburg ins Allgäu als sie ihren Ruhestand antrat um bei ihrer Tochter zu sein. Zum Jubiläum übergab der Vorsitzende im Namen der Faktion und des Ortsvereins neben Blumen ein Buch über die bayerische Sozialdemokratie und kam damit einem ausdrücklichen Wunsch von Erika Blöcker nach. Helga Matz, die ebenfalls viele Jahre dem SPD-Vorstand angehörte, wurde für 50 Jahre in der SPD geehrt. Lüer bedankte sich bei Helga Matz, für die Unterstützung und Ihre Bereitschaft für den Stadtrat- und Kreisrat zu kandidieren. Seit 1960 ist Hansjoachim Hüttenrauch in der SPD. Lüer ehrte den Kommunalpolitiker, der in seiner aktiven politische Zeit, Kontakte bis in die Bundes- und Landesebene der Partei hatte, für sein 50jähriges Jubiläum in der SPD. Nach seinen Parteieintritt, wurde der Genosse Hüttenrauch im Januar 1961 Ortsvorsitzender. Diese Funktion hatte er bis Januar 1970 inne. Mitte der sechziger Jahre war Hüttenrauch stellvertretender Kreisvorsitzender und kandidierte 1970 für den Landtag. Sein Wirken im Stadtrat von Immenstadt begann im September 1966, als Nachrücker für Dr. Vogtherr. Schon in der ersten Periode wurde Hansjoachim Hüttenrauch zum ersten Schulreferenten gewählt, eine Funktion, die auf Drängen der SPD Stadträte geschaffen wurde. Am 30. April 1984, nach der 3. Legislaturperiode, beendete Hüttenrauch, der auch Fraktionsvorsitzender und Stellvertretender Fraktionsvorsitzender war, seine politische Arbeit im Stadtrat. Von nun an widmete er sich bis 1978 allein seiner politischen Arbeit im Kreistag. Lüer würdigte die unendlichen Aktivitäten, die der Genosse Hüttenrauch in seinem politischen Schaffen gemacht hat. In seiner Antwort erzählte Hüttenrauch von der Organisation des einzigen Landesparteitag der SPD in Immenstadt, an dem der damalige Vorsitzende Willy Brandt sowie Jochen Vogel, Volkmar Gabert und weitere Genossen aus der Bundes- und Landespolitik teilnahmen. Es gab viele in der Versammlung, die sich diese Zeiten wieder wünschten, von der Hüttenrauch seine Erlebnisse schilderte. Neben der Urkunde und der goldenen SPD-Nadel erhielt Hansjoachim Hüttenrauch ein Geschenk. Für 25 Jahre wurde Peter Hausmann geehrte, der den Ortsverein ebenfalls als Vorsitzender neun Jahre führte. Lüer bedankte sich bei Hausmann, dass er in die Bresche gesprungen ist um den Ortsverein in schwierigen Zeiten zu führen.
Heidi Lück bedankte sich für die Ehrung und das Geschenk, ein Windlicht das in kalten Zeiten Wärme ausstrahlen soll und sagte ihre Unterstützung auch weiter zu. Sie forderte die Mitglieder auf, sich weiter zu engagieren, die SPD habe aus den Niederlagen gelernt. Die neuen Hoffnungsträger brauchten die uneingeschränkte Unterstützung. Der Fraktionsvorsitzende der SPD im Stadtrat, Armin Ländle, bemerkte zu Beginn seines Berichtes, dass die Immenstädter Bürger offen und gut über die Probleme in der Stadt informiert würden. Dies sei auch besonderes Anliegen der Fraktion. Der Grundsatz „Klarheit und Wahrheit“ würde von Bürgermeister Schaupp hervorragend umgesetzt. Leider sind die Probleme und Aufgaben in Immenstadt zahlreich. Dann stellte er kurz auf die Probleme dar (eigener Bericht auf dieser Homepage). Von der Überarbeitung des alten Flächennutzungsplanes, über Kanal- und Straßensanierung am Ergel bis zur wirtschaftlichen Situation, dem Schuldenanstieg und der Neuverschuldung von um ca. fünf Millionen pro Jahr, informierte der Fraktionsvorsitzende. Es gelte also, das richtige Augenmaß zu behalten, damit Immenstadt auf einem guten Kurs bleibe. Die Stadträte der SPD werden ihren Beitrag leisten, damit die Stadt und die danach folgenden Generationen, wieder ein Perspektive hat.
In seinem Schlussworte sagte Siegfried Lüer: „Wir blicken in diesem Jahr auf eine auf eine 100jährige Geschichte zurück. Genossen wie Michael Bauer, Josef Helfer, haben es geschafft den Ortsverein in schwierigen Zeiten am Leben zu erhalten und ihm Impulse zu geben. Er wurde nach dem Verbot wieder aufzubauen. Genossen wie Martin Altenried, Dr. Vogtherr, Hansjoachim Hüttenrauch, Fritz Kleinhans sen. und Hanns Stumpf haben den Ortsverein einen bleibenden und unvergleichbaren Stempel aufgedrückt. Das muss für uns die Motivation sein, die vor uns liegenden Aufgaben in Ortsverein aber auch in der Stadt mit unseren Stadträten, die einen wertvollen Beitrag leisten, zu meistern. Sozialdemokraten haben sich immer mit den Gewerkschaften für die Interessen der Bürger ins besondere der arbeitenden Bevölkerung eingesetzt, auch wenn es unpopulär war - und daran wird sich nichts ändern.“ |

Eine besondere Ehrung erhielt die Landtagsabgeordnete a. D. Heidi Lück.