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Die SPD Immenstadt freut sich, dass unsere neue, nun öfter aktualisierte Homepage immer mehr auch von interessierten Bürgern und in die Weiterentwicklung der Stadt eingebundenen Persönlichkeiten gelesen wird. Zu denen zählt mit Sicherheit Gerhard Klein, der ehrenamtlich in Stadtarchiv wertvolle Arbeit leistet. Dort ist er unter anderen mit unserem langjähriges SPD-Stadtratsmitglied Helmut Ott aktiv. Herr Klein hat uns eine Stellungnahme zum Kommentar von Peter Elgaß zum Thema 650 Jahre Stadt Immenstadt "Hat Immenstadt Grund zum Feiern?" geschickt. Wir veröffentlichen diese Meinung gerne.
Beim Lesen des Kommentars von Peter Elgaß zum Thema "Stadtjubiläum" entsteht der Eindruck, dass der Autor nicht recht verstanden hat, um was es Siegbert Eckel bei seiner Kritik bei der Bücherschau gegangen ist. Siegbert Eckel und auch die anderen Mitarbeiter im Stadtarchiv wollen keineswegs auf Kosten der öffentlichen Kassen ein rauschendes Fest feiern, bei dem der Steuerzahler ein Zirkuszelt oder Bier und Bratwurst für Teilnehmer eines Festzuges finanziert. Es handelt sich auch nicht um eine Kritik an Bürgermeister Armin Schaupp oder der Verwaltung.
Den Mitarbeitern des Stadtarchivs geht es darum, dass das Stadtjubiläum so gefeiert wird, dass auch tatsächlich das Erinnern an das historische Ereignis in den Mittelpunkt gerückt wird oder zumindest eine Rolle spielt. Denn darauf kann Immenstadt wirklich stolz sein, dass es immerhin jahrhundertelang die einzige Stadt des Oberallgäus war. Das Städtle spielte dementsprechend eine bedeutsame Rolle mit weitreichenden Rechten, wie sie Dörfer und Märkte nie besaßen. Fischen mag 1150 Jahre feiern, aber eine Stadt war Fischen eben doch nie!
Bei den Stadtratssitzungen, die man zum Thema Stadtjubiläum beobachten konnte, war von dem historischen Ereignis selbst keine Rede; Wortführer waren stattdessen gewisse Stadträte, denen es nur darum ging, in Immenstadt ein Event abzuhalten. Konkreter Vorschlag der JA: dreitägiges Stadtfest. Dazu sollte ein Stadtjubiläum nicht verkommen!
Dem Kommentator ist in einem Punkt vollkommen Recht zu geben: Man kann auch mit wenig finanziellem Aufwand und mit Kreativität ein schönes Jubiläum feiern. Nur muss der Wille dazu da sein, und diesen konnte man bislang leider kaum erkennen.
Die Mitarbeiter des Stadtarchivs haben jedenfalls entschieden, dass sie angesichts der von Siegbert Eckel beschriebenen Situation selbst initiativ werden müssen, um ihren Anspruch an ein würdiges Stadtjubiläum zur Geltung zu bringen. Siegbert Eckel hat zum Jubiläumsjahr das Buch "Immenstädter Miniaturen" auf den Markt gebracht und wird historische Stadtführungen durchführen, Helmut Ott wird eine Ausstellung zur 200-jährigen Postgeschichte von Immenstadt organisieren und Gerhard Klein bietet einen Vortrag in der Hofmühle zur Stadterhebungsurkunde von 1360 an.
gez. Gerhard Klein, Stadtarchiv Immenstadt
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