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Pädagogik und Schulbau - Reise nach München
Montag, 23. November 2009

Eine größere Immenstädter Delegation unter Leitung des Konrektors der Königsegg-Grundschule Bernhard Gessenharter besuchte am Samstag, 20. November eine Tagung des Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrerverbandes (BLLV) in München. Das Thema der ganztägigen Fachanhörung: "Pädagogik und Schulbau" hat in Immenstadt bekanntlich viel Aktualität in der Diskussion um Schulneubauten und/oder Sanierung. 

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Zwei Lehrerinnen der Grundschule, der Elternbeiratsvorsitzende Wolfgang Moch, für den Förderverein der Grundschule Ralf Kunstmann und für die Stadt Immenstadt der Bürgermeister Armin Schaupp und die Stadträte Peter Elgaß (SPD), Peter Schmid (Aktive) und Markus Spinkart (CSU) begleiteten den Rektor der Schule nach München. Schnell stellte sich heraus, dass zwischen guter Pädagogik und der "Hardware", nämlich den Schulbauten, die ja von den Kommunen zur Verfügung gestellt werden muss, ein direkter Zusammenhang hergestellt werden kann. Nur gut ausgestattete Gebäude, die auch den immer schneller wechselnden pädagogischen Konzepten (z.B. der neuen Mittelschule) genügen, lassen auch einen guten Unterricht zu.

bllv2.jpgAm Ende dieser Diskussion kristallisierte sich in einer Diskussion deutlich heraus, dass die Bemühungen der Kommunen zwar anerkannt werden, aber die Unzulänglichkeiten auf der Hand liegen: Viele Gemeinden und Städte schaffen es nicht aus eigener Kraft, den Ansprüchen gerecht zu werden. Die finanziellen Voraussetzungen fehlen. "Ordentliche Zuschüsse des Staates wie in früheren Jahren gibt es nicht mehr. 35 bis 40 Prozent", so brachte es der Vertreter des Städtetages Dr. Manfred Riederle auf den Punkt, "reichen nicht mehr aus. Insbesondere, wenn nur die Flächen des festgelegten Raumprogrammes bezuschusst werden." Das sind nur zwei Quadratmeter für jeden Schüler. Darüber hinaus gehende notwendige Flächen bleiben ohne Staatshilfe.

In der Runde wurde festgestellt, dass Regierung, Kultus- und Finanzministerium zwar in immer kürzeren Abständen neue Konzepte auflegen (Ganztagsschule, G 8 und Mittelschule), die Nachrüstung der "Hardware" mit modularen Raumsystemen (z.B. Gruppenräumen) nicht gefördert wird. Die Faustformel "zwei Quadratmeter pro Schüler" stammt aus dem Jahre 1994!

Dr. Fritz Schäffer, Diskussionsleiter und Fachreferent des BLLV rügte in diesem Zusammenhang Finanz- und Kultusministerium. Beide Verwaltungen haben nach längerem Schweigen die Einladung des BLLV ausgeschlagen und waren bei der Fachtagung nicht anwesend. Vertreter der beiden Häuser hatten ausrichten lassen, dass sie sich für das Thema " Pädagogik und Schule" nicht zuständig fühlen.

Eine Einstellung, die nicht nur vom Tagungsleiter scharf gerügt wurde, sondern auch bei den Teilnehmern der Tagung einen schalen Geschmack hinterließen.

Ein Bericht von Peter Elgaß